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Stress meistern – aber wie?

Stress meistern – aber wie?

Ein Leben ganz ohne Stress kann man sich auch nicht wirklich vorstellen, oder? Das eigene (er)leben und handeln kann nicht nur darauf ausgerichtet sein, kein Stress zu erleben, bzw. möglichst unbeschadet den Stress zu überstehen. Die Psychologin Suzanne Kobasa und später Salvatore Maddi haben Antworten auf die Frage gesucht, warum mache Menschen durch Stress eingehen und andere regelrecht aufblühen. Die Erkenntnisse sind in dem Konzept „hardiness“ und Resilienz zusammengefasst. Menschen die akzeptieren, dass ein Leben ohne Stress nicht möglich ist, sind auch jene, die unter Stress handlungsfähig und gesund bleiben. Diese Menschen zeichnet aus, dass sie nicht versuchen, den Stress mit allen Mitteln zu vermeiden. Vielmehr suchen diese Personen nach Möglichkeiten mit dem Stress umzugehen, sich anzupassen und etwas zu lernen.


In seinem Werk „Götterdämmerung“ schreibt Nietzsche: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ Diese Idee, durch Widrigkeiten zu wachsen findet sich nicht nur in der Literatur, sondern auch in vielen Religionen und Philosophien. Forschungsergebnisse aus der Psychologie und den Neurowissenschaften sprechen dafür, dass diese Weisheit unter bestimmten Umständen zutrifft. Der menschliche Körper wurden im Laufe seiner Entwicklung über mehrere Millionen Jahre von der Natur mit einem sehr erfolgreichen System zur Überlebenssicherung ausgestattet. Das biologische Stress-System im Körper und Gehirn sorgt dafür, dass wir aus stressigen Erfahrungen langfristig lernen und in der Zukunft unser Verhalten anpassen. Ich glaube unsere Vorfahren in der afrikanischen Savanne haben sehr schnell gelernt, dass man einem Nashornbullen nicht zu nahe kommen sollte. Ein anstürmendes Nashorn dürfte eine Erfahrung sein, welche nicht so schnell vergessen wird. Das Stress-System im Körper sichert blitzschnell die Handlungsbereitschaft und stellt Energie zur Überwindung der Gefahr zur Verfügung. Die Hormonausschüttung unterstützt nicht nur das Abspeichern der Erfahrung im Gedächtnis, sondern auch die Erholung von der Erfahrung (z.B. durch die Ausschüttung von Oxytocin, welches die Suche nach sozialer Unterstützung anregt). In der modernen Arbeitswelt verspüren manche Menschen vielleicht ähnliche Reaktionen, wenn sie den wütenden Chef den Gang entlang stürmen sehen.


In Folge von stressigen Erfahrungen wird neben Oxytocin, auch Beta-NGF und DHEA ausgeschüttet. Beide Stoffe fördern die Neuroplastizität. In anderen Worten, die Lernfähigkeit des Gehirns wird auf neuronaler Ebene unterstützt. Das Gehirn wird regelrecht neu verkabelt, um aus der Erfahrung zu lernen und für zukünftige Situationen vorbereitet zu sein. Das erfolgreiche Überstehen einer anspruchsvollen Erfahrung kann unter Umständen wie eine Impfung wirken. Ob dieser positive Effekt eintritt, ist abhängig von den Verhältnissen der ausgeschütteten Hormone (mehr „positives“ NGF als Cortisol) und der Cortisol-Adaptation (weniger Ausschüttung bei Wiederholung der gleichen Situation).
Wie ist es möglich, diese Ausschüttung zu beeinflussen? Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle. Zum einen ist dies natürlich von der Dauer, Häufigkeit und Kontrollierbarkeit des Stressors (=stressauslösender Reiz, z.B. Vortrag von großem, unbekannten Publikum halten) abhängig. Es spielt aber auch die mentale Einstellung eine wesentliche Rolle. Dazu gehört Optimismus, die Bewältigungsstrategien und die Einstellung gegenüber Stress. Das bedeutet, ob der Stressor oder die Anforderung als Gefahr („Stress macht mich kaputt“) oder als Herausforderungen („Stress bringt mich in Schwung“) wahrgenommen wird. Führen Sie sich vor Augen, was Sie sich fühlen würden, wenn Sie von vorne herein denken: „Hoffentlich blamiere ich mich nicht total. Was wenn die Leute meine Rede nicht mögen?“. Wie würde sich das Gefühl ändern, wenn Sie folgende Einstellung hätten: „Mal sehen, ob ich‘s noch drauf hab, eine gute Rede zu halten und das Publikum zu begeistern.“. Vielleicht können Sie in der nächsten stressigen Situation versuchen, Ihre Aufmerksamkeit auf die Inhalte Ihrer aktuellen mentalen Einstellung zu lenken.

Wie sich die mentale Einstellung zu Stress auf Hormone, Gefühle und Erleben auswirkt wurde auch experimentell untersucht. Die Stressforscherin Alia Crum teilte Versuchspersonen zufällig in zwei Gruppen. Beide Gruppen mussten an einem gespielten Vorstellungsgespräch teilnehmen. Alle Teilnehmer wurden durch negatives Feedback und unrealistische Anforderungen unter Druck gesetzt. Stress und Belastung wird auch in solchen Rollenspielen sehr real erlebt. Vor dem „Vorstellungsgespräch“ schaute die erste Gruppe ein kurzes Video, welches die Einstellung zu Stress beeinflussen sollte. Das Video vermittelte folgende Botschaft: „Viele Menschen glauben, Stress ist negativ. Neue Forschungsergebnisse zeigen aber, dass die negativen Auswirkungen viel stärker sind als erwartet.“. Die zweite Gruppe bekam ebenfalls ein Video vorgeführt. Die Eröffnung im Video war gleich, aber die Botschaft betonte die positiven Auswirkungen von Stress: „Viele Menschen glauben, Stress ist negativ. Neue Forschungsergebnisse zeigen aber, dass Stress lernen fördern kann und zu mehr Wohlbefinden und persönlicher Entwicklung führt.“. Nach dem „Vorstellungsgesprächs“ wurde die Menge an DHEA und Cortisol gemessen. Jene Teilnehmer, welche durch das Video zu einer positiven Einstellung gegenüber Stress angeregt wurden, zeigten eine geringere Cortisolreaktivität und mehr DHEA. Dieses „positive“ Hormonverhältnis regt Lernen an und führt zu dem Gefühl, an der Situation gewachsen zu sein.


Es wäre vorschnell, diese Ergebnisse sofort zu verallgemeinern. Schließlich wurden diese Experimente mit jungen Studenten durchgeführt und sollten in verschiedenen Alters- und Personengruppen wiederholt werden. Aber die Forscher sind den Bedingungen des Stress-Lernprozesses auf der Spur. In weiteren Studien konnte ebenfalls zeigen werden, dass mentale Einstellungen in der Form: „Es wird stressig, aber ich kann was lernen, meine Fähigkeiten testen und mich auf neue Herausforderungen in der Zukunft vorbereiten“ für den Impfeffekt ausschlaggebend sind. Die Befunde deuten darauf hin, dass unsere mentalen Erwartungen Auswirkungen auf physiologische Mechanismen im Körper haben.
Eine kritische Anmerkung zum Schluss. Das Konzept von Resilienz darf nicht missverstanden werden. Es geht darum, Menschen eine Hilfestellung anzubieten, mit den Anforderungen des Lebens und der Arbeit umzugehen. Die Idee, dass Mitarbeiter „resilienter“ gemacht werden können, um diese anschließend größeren Belastungen auszusetzen, ist sicherlich nicht der richtige Weg. Arbeitgeber und Führungskräfte sollten sich darauf konzentrieren, mögliche Belastungen zu beseitigen und so die Gesundheit der Mitarbeiter im Unternehmen zu schützen.

 

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  • von Admin
  • 16-10-2015 13:41

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  • 24-07-2015 10:15
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