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Selbstmanagement

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BGM

Selbstmanagement

Definition – Was meint Selbstmanagement?

Selbstmanagement heißt so viel wie Selbstführung bzw. Ich-Führung – es geht um das Gefühl, den  Alltag bewusst in die Hand zu nehmen. Dazu zählen:

  • Planung
  • Organisation
  • Motivation
  • Zielsetzung

Konkret beschreibt Selbstmanagement die Fähigkeit, persönliche Ziele und Werte/Motive so in Einklang zu bringen, dass selbstgesetzte Ziele erreicht werden und dabei Zufriedenheit erlebt wird. Dabei stellt die Kompetenz der authentischen Regulation von Bedürfnissen einen wesentlichen Aspekt dar. Es geht auch darum, kontinuierlich zu prüfen, ob Aufgaben wie vorgesehen erledigt und die angestrebten Ziele wie gewünscht erreicht werden können.

Hinter Selbstmanagement steht das Prinzip der Selbstwirksamkeit (nach Bandura, 1977), welches die kognitiv-emotionale Erwartung an das Vermögen beschreibt, eigene Fähigkeiten zielführend einzusetzen, um sowohl bekannte als auch neue Aufgaben zu meisten.

Mit Selbstmanagement zu Widerstandskraft und Wohlbefinden

Alltägliche Anforderungen des Berufs- und Privatlebens fordern für eine nachhaltige Sicherung der eigenen Leistungsfähigkeit neben der physischen auch eine psychische Fitness, die auch als Widerstandskraft, sprich Resilienz, bezeichnet wird. Bei der Konfrontation mit äußeren und inneren Anforderungsbedingungen, sogenannten Stressoren, kommt es als Folge zu einer körperlichen Aktivierung, die per se nicht gesundheitsschädlich ist. Mangelt es  jedoch an entsprechenden Bewältigungsstrategien und übersteigen die Anforderungen die persönlichen Ressourcen einer Person, führt dies zu chronischer Überforderung, die sich negativ auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und auch die Arbeitszufriedenheit auswirken kann. Je höher die Diskrepanz zwischen der Anforderung und der eigenen Bewältigungskompetenz, umso intensiver ist das Stresserleben. Strategien des Selbstmanagements fördern persönliche Ressourcen, die durch einen Ausgleich von Bewältigungskompetenzen und Anforderungen beeinflussen, ob und wie sich Belastungen gesundheitlich auswirken.

 

 

Wie funktioniert Selbstmanagement?

Positives Selbstmanagement zielt auf spezifische Belastungsbewältigung und die Prävention potenzieller Stressoren ab. Dabei zielt es auf die eigene Ressourcenaktivierung ab. Das bedeutet, der Fokus liegt auf der Stärkung gesundheitsförderlicher (z.B. sozialer oder mentaler) Unterstützungsfaktoren.

Denn insbesondere bei Problemlösungen ist es wichtig, mit welcher mentalen Einstellung Personen an diese herangehen. Studienergebnisse zeigen, dass Personen Probleme besser lösen konnten, wenn sich sie auf positive statt negative Bewältigungskognitionen wie „Ich kann es!“ konzentrierten. Die positive Fokussierung kann durch Fragen wie: „Wo sind meine Stärken?“ oder „Wo kann ich etwas ändern?“ vorangetrieben werden. Das Ziel besteht darin, Klarheit darüber zu gewinnen, welche Bedingungen verändert werden können und es sich folglich lohnt Ressourcen zu investieren. Die gewonnene Klarheit hilft dabei, das weitere Handeln zu strukturieren und zu beeinflussen (nach Frey et al., 2006):

Change it: Lösungsschritte durch gezieltes Einwirken auf veränderbare Bereiche generieren

Love it: Unveränderbare Bereiche akzeptieren,

Leave it: oder soweit möglich ignorieren,

Challange it: oder wenn es sich lohnt, zu veränderbaren Bereichen umfunktionieren.

Selbstmanagement umfasst ein Set an Verhaltens- und kognitiven Strategien, die Unterstützungsfaktoren gezielt fördern. Konkretere Themen und Inhalte können je nach Zielgruppe und den jeweiligen Anforderungen variieren. Die Unterstützungsfaktoren können in  folgende übergeordnete Bereiche eingeteilt werden:

  • Entspannung
    • Was tue ich, um mich zu entspannen?
  • Positive Erlebnisse
    • Was tue ich, um mir positive Erlebnisse selbst zu organisieren?
  • Ausdauertraining, Sport
    • Erlebe ich regelmäßigen Sport als hilfreiche Strategie?
  • Gesunde Ernährung
    • Was tue ich bewusst dafür, mich gesund zu ernähren?
  • Soziale Unterstützung
    • Welche Personen tun mir gut?
  • Selbstbestimmte Lebensplanung
    • Lebe ich mein Leben bewusst so, wie ich es leben möchte?

Für wen ist Selbstmanagement relevant?

Jeder Mensch praktiziert Selbstmanagement, womit es auch prinzipiell für jeden relevant ist.

Typische Zielgruppen für Selbstmanagement im Berufsleben sind:

  • Führungskräfte, Geschäftsführer/-innen, Personalverantwortliche, Meister/-innen, Projekt- und Teamleiter/-innen
  • Einzelne Mitarbeiter /-innen oder Teams von Mitarbeiten

Doch auch Zielgruppen wie Studierende oder Schüler können von Selbstmanagementstrategien profitieren.

Selbstmanagement lernen

Selbstmanagement kann anhand von Seminaren, Workshops oder Trainings erlernt bzw. gefördert werden. Es wird oft im Rahmen von Führungskräftetrainings, Einzel- oder Gruppencoachings, Stressbewältigungskursen oder offenen Kursen speziell zum Thema Selbstmanagement angeboten.

 

Quellen:

Kaluza, G. (2012). Gelassen und sicher im Stress. Das Stresskompetenz-Buch – Stress erkennen, verstehen, bewältigen. Heidelberg: Springer-Verlag.

Mai, J. (2015). Selbstmanagement: Methoden und Definition. Zugriff am 08.03.2016 unter: http://karrierebibel.de/selbstmanagement/

Pscherer, J. (2015). Selbstmanagement – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen. Organisationsberatung Supervision Coaching, 22, 5 – 17. Springer Fachmedien Wiesbaden.

Weisweiler, S., Dirscherl, B. & Braumandl, I. (2013). Zeit- und Selbstmanagement. Ein Trainingsmanual – Module, Methoden, Materialien für Training und Coaching. Heidelberg: Springer-Verlag.

 

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