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Positive Psychologie

Definition – Was ist Positive Psychologie?

Psychologie im Allgemeinen beschreibt das Verhalten und Erleben des Menschen und die dazu gehörenden mentale Prozesse.

Die Positive Psychologie konzentriert sich auf die Erforschung von Faktoren und Prozessen, die einzelne Menschen und Gruppen zu positiven Emotionen, rechtschaffenem Verhalten und optimalen Leistungen führen. Damit verlagert die Positive Psychologie die Fokussierung auf persönliche Stärken, Wachstum und Ressourcen. Sie bildet damit in der psychologischen Forschung einen Gegensatz zu der Untersuchung von Schwächen und dem Versuch, diese zu korrigieren oder zu verändern.  Die positive Grundorientierung ist sehr ähnlich zu  lösungsorientierten Selbstmanagement-Ansätzen. Probleme werden als individuelle Herausforderungen gesehen, das Gelingen in der Gegenwart fokussiert und in Schwierigkeiten und Rückschritten werden Chancen gesehen.

Positive Psychologie beschäftigt sich mit Fragen wie:

  • Wie wirken positive Emotionen und wie können sie gezielt hervorgerufen werden?
  • Wie kann ich mein mentales Wohlbefinden steigern?
  • Wie wirkt positiver Humor?
  • Wann sind Menschen engagiert und motiviert?
  • Wie entstehen positive soziale Beziehungen und wie können diese durch Wertschätzung gefestigt werden?
  • Wann arbeitet ein Team gut zusammen?

Was ist Glück?

In der deutschen Sprache wird der Begriff "Glück" in zwei unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht: "Glück haben" und "Glück empfinden". Glück haben heißt, durch einen (glücklichen) Zufall begünstigt zu sein. Glück empfinden dagegen beschreibt ein Gefühl oder einen Zustand, in dem sich eine Person befindet und der sich durch ein allgemeines Wohlbefinden auszeichnet. Dabei sind nicht die objektiven Tatsachen entscheidend, sondern das subjektive Erleben der betreffenden Person. In der Erforschung des Glücks wird daher der Begriff "Glück" oft durch den Begriff "Subjektives Wohlbefinden" ergänzt.

Die Theorie des Wohlbefindens nach Seligman (2011) beschreibt Wohlbefinden und Glück anhand von fünf Elementen:

  • Positive Emotionen
  • Engagement
  • positive soziale Kontakte
  • Sinnhaftigkeit
  • Zielerreichung / erfolgreiche Bewältigung

Abschließend gilt es festzuhalten, dass das Empfinden von Glück durch verschiedene Einflüsse bewirkt und sehr subjektiv empfunden wird. Es kann daher nicht als Allgemeingültig definiert werden. Es ist jedoch eindeutig, dass jeder in der Lage ist, Glück zu empfinden und über individuelle Glücksauslöser verfügt.

 

Wie wirkt Glück im Körper?

Glücksempfinden und Wohlbefinden  spiegeln sich im Körper (das Gehirn mit einbezogen) wider! Nach aktuellem Forschungsstand besteht eine Vielfalt von Wechselbeziehungen zwischen Lebensumständen, Gefühlen und Gedanken eines Menschen und seinem Körper und seinen Organen. Emotionen und Gefühle entstehen, wenn die Psyche verschiedene auf das zentrale Nervensystem einwirkende Reize – oft unbewusst – deutet. Die entstandenen Gefühle wirken wiederum auf das Nervensystem und auf den ganzen Körper. Neben nervalen Molekülen (z.B. Nervenzellbahnen, Muskelfasern) spielen Botenstoffe (auch Neurotransmitter genannt) eine entscheidende Rolle bei der Übertragung von Signalen. Von uns subjektiv wahrgenommene Situationen, setzen bei einer bestimmten Gruppe von Neurotransmitten Stoffe frei, die auf das Gehirn und damit auch auf das Verhalten wirken. Diese Stoffe können sowohl eine hemmende Wirkung auf die menschliche Handlungsbreitschaft haben als auch zu Antrieb und Kraft führen. In unserem Gehirn spiegeln sich also unsere psychischen Erfahrungen wider. Sie wirken auf  sogenannte „biologische Motivationssysteme“, indem sie diese aktivieren oder zum Erliegen bringen. Die drei wichtigsten Bestandteile für die Aktivierung dieses Motivationssystems sind die „Glückshormone“ Dopamin, Opioide und Oxytozin. Damit diese motivierenden Botenstoffe ausgeschüttet werden, bedarf es jedoch einer vorherigen Aktivierung. Ein natürliches Ziel von Motivations- und Belohnungssystemen und zugleich ein Auslöser für diese ist zum Beispiel positives zwischenmenschliches Miteinander. Allein ein menschliches Lächeln führt zu einem deutlich erhöhten Dopaminspiegel.

Positive Psychologie im Beruf

Die Erkenntnisse der positiven Psychologie finden auch in Unternehmen Anwendung. Glückliche Mitarbeiter sind motivierter und leistungsfähiger. Studien zeigen beispielsweise, dass glückliche Mitarbeiter nachweislich produktiver sind und weniger Fehltage aufweisen.

Mit positiven Grundeinstellungen kann Arbeitsfreude mit persönlichen Arbeitserfolgen aber auch mit Unternehmenserfolgen verknüpft werden. Methoden und Ansätze der Positiven Psychologie können Mitarbeiterengagement erhöhen, und Unternehmen zu einem zufriedenstellenden Arbeitsplatz machen, für den nach dem Great-Place-To-Work-Modell die folgenden Dimensionen essentiell sind: Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist.

Ein positives Arbeitsumfeld steht mit emotionaler Gebundenheit der Arbeitnehmerschaft an das Unternehmen im Zusammenhang. Mitarbeiter mit starker emotionaler Bindung weisen drei konsistente Verhaltensmuster auf:

  • Say/Sagen – Der Mitarbeiter setzt sich vor Kollegen für das Unternehmen ein und empfiehlt es an potentielle Mitarbeiter und Kunden weiter.
  • Stay/Bleiben – Der Mitarbeiter hat das starke Verlangen, ein Mitglied der Organisation zu bleiben, obwohl es Möglichkeiten gäbe, woanders zu arbeiten.
  • Strive/Bemühen – Der Mitarbeiter investiert mehr Zeit und Arbeit und zeigt Initiative, um zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Eine hohe Mitarbeiterbindung steht in direktem positivem Zusammenhang mit betrieblichen Kennzahlen und unternehmerischem Erfolg. Es ist daher für jede Führungskraft erstrebenswert, die Rahmenbedingungen für ein positives Arbeitsumfeld schaffen und damit hohe emotionale Bindung bei Mitarbeitern zu fördern.

Glücksempfinden beeinflussen

Glück und Lebensfreude hängen stark mit einer optimistischen Erwartungshaltung dem Leben gegenüber zusammen  und diese Erwartungshaltung kann gelernt werden! Mit Verhaltensstrategien und angepassten Denkmustern können positive Einstellungen und Erwartungen gefördert und somit das eigene Glücksempfinden beeinflusst werden.

 

 

 

 

Quellen:

Furnham, A. (2010). Psychologie.  50 Schlüsselideen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag

Johann,T. & Möller, T. (Hrsg.) (2013). Positive Psychologie im Beruf. Freude an Leistung entwickeln,

fördern und umsetzen. Wiesbaden: Springe Gabler.

Kreichgauer, K. (2016).Psychologie und Glück. Zugriff am 11.03.2016 unter: http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/psychologie.htm

Pscherer, J. (2015). Selbstmanagement – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen. Organisationsberatung Supervision Coaching, 22, 5 – 17. Springer Fachmedien Wiesbaden.

Seligman, M. (2011). Flourish: A visionary new understanding of happiness and well-being. New York: Free Press.

 

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