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Selbstmanagement

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Positive Psychologie in der Führung

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Burnout

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BGM

Positive Psychologie in der Führung

Positive Psychologie in Organisationen

Die positive Psychologie beschäftigt sich mit Faktoren und Prozessen, die einzelne Menschen und Gruppen zu positiven Emotionen und optimalen Leistungen führen. Die Fokussierung liegt auf Wachstum, Ressourcen und individuellen Stärken. Damit nimmt die positive Psychologie einen besonderen Blickwinkel ein, durch den eine optimale Entwicklung von Personen, Gruppen und Organisationen ermöglicht werden kann. Die aus der positiven Psychologie abgeleiteten Konzepte können für Mitarbeiter aber auch speziell für Führungskräfte, hilfreich und förderlich für die Führungsarbeit und die eigene Arbeitszufriedenheit und -leistung sein.

Wer sind wir? - Das psychologische Kapital

Das Augenmerk  dieses Ansatzes liegt auf dem so genannten Psychologischen Kapital: „was können wir sein“ oder „wer sind wir“. Es grenzt sich von dem ökonomischen Kapital („was wir haben“), dem intellektuellen Kapital („was wir wissen“) und von dem sozialen Kapital („wen wir kennen“) ab. Die folgenden vier Aspekte beschreiben das Psychologische Kapital genauer: Hoffnung, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Optimismus.

Hoffnung bezeichnet das entschlossene Arbeiten einer Person an der Erreichung ihrer Ziele und das Finden und Nutzen kreativer Lösungswege selbst bei Hindernissen. Hoffnung hängt mit positiven Emotionen und einem hohen Kontrollerleben zusammen.

Selbstwirksamkeit ist die individuelle Überzeugung, Herausforderungen gewachsen zu sein und über die dafür erforderlichen Kompetenzen zu verfügen.

Resilienz beschreibt psychische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit durch Rückgriff auf Ressourcen Krisen zu bewältigen und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.

Optimismus bedeutet, Dinge positiv zu betrachten und eine positive Erwartungshaltung gegenüber der Zukunft zu haben.

Ein hohes psychologisches Kapital führt laut Studien von Luthans (2010) zu der Erwartung positiver Resultate, mehr Motivation und Aufwand bei der Erledigung von Aufgaben. Personen mit hohem psychologischem Kapital finden eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten für Probleme und können besser mit eventuell auftretenden Rückschlägen umgehen. Ergebnisse wie diese zeigen, wie lohnenswert die Investition eines Unternehmens in die Steigerung des psychologischen Kapitals ihrer Mitarbeiter ist.

Welche Rolle spielt die Führungskraft?

Bei der Steigerung des psychologischen Kapitals und der damit verbundenen  Leistungsoptimierung in Organisationen spielen Führungskräfte eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen die Leistungen ihrer Mitarbeiter täglich, wie eindrucksvoll eine Umfrage des Corporate Leadership Councils im Jahre 2002 belegte: Manager, die auf die Stärken ihrer Mitarbeiter fokussierten, brachten im Durchschnitt einen 36,4 %-igen Leistungsanstieg. Die Leistung derer, deren Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit auf Schwächen lenkte, fiel um bis zu 26,8 %. Damit ergibt sich ein Delta von durchschnittlich 63,2 %! Führungskräfte spielen also eine entscheidende Rolle, um in Unternehmen eine Atmosphäre zu schaffen, in der Mitarbeiter in den Bereichen, in denen sie gut sind, akzeptiert und gefördert werden.

Positiver Führungsstil

Der Ansatz der positiven Führung (Positive Leadership) entwickelte sich aus den Grundannahmen der positiven Psychologie und dem Konzept des psychologischen Kapitals. Führungskräfte werden darin geschult, durch einen positiv ausgerichteten Führungsstil, Mitarbeiter zu ermutigen, sich persönlich einzubringen und weiterzuentwickeln. Dabei liegt der Fokus auf den individuellen Stärken der Mitarbeiter. Das Ziel besteht darin, diese zu erkennen, einzubringen und weiterzuentwickeln. So entsteht ein Prozess, bei dem eigene Grenzen überwunden und gemeinsame (Unternehmens-)Visionen mit Begeisterung und Engagement verfolgt werden können.

Durch die Förderung positiver Emotionen werden Aktivitäten und soziale Beziehungen erweitert und neue Gedanken generiert. Dies führt zu dem Aufbau anhaltender persönlicher Ressourcen (z.B. soziale Unterstützung). Die persönlichen Ressourcen begünstigen Erfolg, Erfüllung und eine bessere Gesundheit. Im Sinne einer Aufwärtsspirale führen diese zu weiteren positiven Emotionen, wodurch sich langfristig die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhöht.

Aus dem Ansatz der positiven Führung lassen sich konkrete Interventionen und Methoden ableiten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Verteilung von Aufgaben nach Stärken der Mitarbeiter
  • Anerkennung, Dankbarkeit und Lob
  • Positive Kommunikation durch positive Begriffe

Desweitern lassen sich vier Strategien für ein positiveres (Er-)Leben zusammenfassen (nach Creusen, Eschemann & Kellner, 2014, S.53):

  1. Vermehrung: Förderung bereits vorhandener positiver Aspekte und Qualitäten, wie menschliche Stärken, Fähigkeiten, Tugenden oder Ressourcen.
  2. Schaffung: Entwicklung neuer positiver Aspekte und Qualitäten – z.B. indem man für bessere Lebensbedingungen sorgt.
  3. Minderung: Verminderung des sogenannten Negativen – z.B. indem man hilft, die positiven Aspekte einer als negativ erlebten Situation zu erkennen.
  4. Verhinderung: Man bemüht sich darum, nichts Neues entstehen zu lassen, das als negativ bewertet wird – z.B. indem man Gesundheitsvorsorge betreibt.

Der Ansatz der positiven Psychologie in Organisationen ist noch ein sehr junger Teilbereich der Psychologie, der aber aufgrund seiner positiven Effekte auf die Arbeitszufriedenheit und -leistung sowie hohen betriebswirtschaftlicher Effektivität zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass ein positiver Führungsstil nicht meint, dass durch ein Dauergrinsen alles gut wird, keine Kritik geübt werden darf, Probleme verschwinden oder alle immer enthusiastisch sein müssen. Es kommt auf das Verhältnis von positiven zu negativen Emotionen und Erfahrungen an. Das ideale Verhältnis von positiven zu negativen Emotionen sowie von positiver Kommunikation zu negativer Kommunikation liegt bei 5:1. Durch einen positiven Führungsstil kann dieses Verhältnis in Organisationen ausbalanciert werden, wodurch Arbeitszufriedenheit und -leistung gestärkt werden.

Quellen:

Cohn, M.A. & Fredrickson, B.L., (2009). Positive Emotions. In S.J. Lopes & C.R. Snyder (Hrsg.). Oxford Handbook of Positive Psychology. S.13-24. Oxford University Press.

Creusen, U. (2014). Psychologie erfolgreicher Führung. Der „Positive Leadership“ Ansatz. Zugriff am 15.03.2016 unter: http://www.positive-leadership.de/

Creussen, U., Eschemann, N.-R. & Kellner, R. (2014). Positive Psychologie in der Führung. Ansatzpunkte einer talent- und stärkenorientierten Teamentwicklung. Hamburg: Windmühle-Verlag.

Creussen, U., Eschemann, N.-R. & Johann, T.H. (2010). Positive Leadership. Psychologie erfolgreicher Führung: Erweiterte Strategien zur Anwendung des Grid-Modells. Wiesbaden: Gabler Verlag.

Luthans, F., Avey, J. B., Avolio, B. J., & Peterson, S. J. (2010). The development and resulting performance impact of positive psychological capital. Human Resource Development Quarterly, 21(1), 41–67.

Tomoff, M. (2015). Positive Psychologie in Unternehmen. Für Führungskräfte. Wiesbaden: Springer.

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