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Burnout

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BGM

Burnout

Begriff, Entwicklung und Prävention

Burnout

Der Begriff Burnout taucht immer wieder in den Medien auf. In den 70er Jahren beobachte der Psychotherapeut Herbert Freudenberger bei Arbeitnehmern im sozialen Bereich (Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte) ein Phänomen, welches er „Burnout“ taufte. Angehörige dieser Berufsgruppe klagten über Müdigkeit, Lustlosigkeit, Überforderung, Schlafstörgen und andere körperlichen Beeinträchtigungen.


Ab Anfang der 80er Jahre wurde Burnout wissenschaftlich untersucht. Die Forscherin Christina Maslach hat sich intensiv mit Burnout auseinandergesetzt und definierte Burnout im Jahr 1982 als: „ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönlicher Leistungseinbußen, welches bei Individuen auftreten kann, die mit Menschen arbeiten. Es ist eine Reaktion auf die chronische emotionale Belastung, sich andauernd mit Menschen zu beschäftigen, besonders, wenn diese in Not sind oder Probleme haben”.


Fast 30 Jahre später ist bekannt, dass Burnout nicht nur auf Berufsgruppen im sozialen Bereich beschränkt ist. Lehrer, Führungskräfte, Call-Center-Mitarbeiter oder auch Sportler können von Burnout betroffen sein. Auch nach fast 40 Jahren Forschung wird darüber diskutiert, wie der Begriff genau zu definieren sei. Die Unterscheidung zwischen Burnout als Zustand und Burnout als Prozess erschweren eine eindeutige Eingrenzung des Syndroms.
Zur Jahrtausendwende weisen die Forscher Wilmar Schaufeli und Dirk Enzmann zur Begriffsbestimmung von Burnout auf folgende Aspekte hin:


Burnout zeichnet sich aus durch…


…emotionale und/oder mentale Erschöpfung, negative Einstellungen gegenüber anderen Menschen und eine reduzierte Motivation und Leistungsfähigkeit (im Vergleich zu einem vorherigen Zustand).


…den Bezug zu Arbeit. Burnout entsteht bei „normalen“ Personen, welche zuvor keine psychopathologischen Auffälligkeiten besaßen.


…einen dauerhaften Entwicklungsprozess, welcher von unangemessenen Erwartungen und emotionalen Anforderungen geprägt ist.

Bei Burnout handelt es sich keinesfalls um eine medizinische Diagnose. Erschöpfung, als die körperliche Seite von Burnout wird durch das „Chronic Fatigue Syndrom“ abgedeckt. Aber wie in der Definition oben angeführt, zeichnet sich Burnout eben besonders durch geistige Merkmale, den Arbeitsbezug und einen Entwicklungsprozess aus. Der Burnout-Prozess wird zur Vereinfachung in drei Phasen beschrieben. Die Übergänge sind aber fließend. Die Entwicklung von Burnout lässt sich gut mit einem schleichenden Erosionsprozess vergleichen.
Ausgangspunkt ist eine längere Phase mit hohen (externen) Anforderungen und Engagement (ausgehend von der Person). Während dieser Zeit herrscht ein Ungleichgewicht zwischen den Ressourcen (sowohl persönlich als auch arbeitsbezogen) und den Anforderungen. In der zweiten Phase treten die unmittelbaren, kurzzeitigen Folgen auf, wie z.B. emotionale Erschöpfung, Müdigkeit und Leistungsabfall. Änderungen der Stimmungslage sind entweder durch nervöse Anspannung, Gereiztheit und Aggressivität ausgezeichnet oder durch den ängstlich-depressiven Gegenpol. In der dritten Phase haben dann Einstellungs- und Verhaltensänderungen stattgefunden. Es kommt zu einer Abflachung des emotionalen Erlebens, die Betroffenen werden zynisch, desinteressiert und ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück. Die psychosomatischen Symptome wie z.B. Müdigkeit, Schlafstörungen entfalten sich vollständig.


Prävention spielt bei Burnout eine große Rolle. Weil sich Burnout über einen langen Zeitraum entwickelt, ist es möglich einzugreifen, bevor es zum „Crash“ kommt. Die Behandlung eines voll ausgeprägten Burnout benötigt intensive Rehabilitationsmaßnahmen für die körperlichen Symptome. Mit Hilfe von psychotherapeutischen Maßnahmen, können die mentalen Aspekte des Burnout behandelt werden. Um die Entwicklung von Burnout zu verhindern, sind persönliche Kompetenzen und Ressourcen wichtig. Aufgrund von unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen und persönlichen Bedingungen gibt es hier kein Einheitsrezept.

 

 

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